Superman, Batman, Popeye Catwoman & Co, es war ein Käfig voller Helden bei der Röschensitzung 2013

 

Röschensitzung 2013

Die schwul/lesbische Röschensitzung schafft es auch dieses Jahr wieder, ihr treues Publikum zu begeistern und in kürzester Zeit aus den Sitzen zu reißen. Das Thema „Ein Käfig voller Superhelden“ wurde gerne aufgegriffen: Im Saal wimmelte es nur so von Heldinnen und Helden! Ob Superman, Batman,  Popeye, Darth Wader und Prinzessin Lea oder ein Trupp Navratilowas, einige Catwomen, es war fast alles vertreten. Auch die Gruppe Putzfrauen sind ja irgendwie Heldinnen.

Marion Radtke und Matthias Brandebusemeyer führen leutselig durch das Programm und berichten zu Anfang Neues und Wichtiges von der Klatsch,- und Tratsch Front. Es ist von Vorteil, wenn man da auf dem Laufenden ist oder jemanden dabei hat, der einen aufklärt, sonst kann es einem passieren, dass so einiges an einem vorbei läuft. Also am besten vor dem Besuch der Sitzung gründlich die Yellow Press lesen!

Auch das anspruchsvolle Fernsehprogramm sollte präsent sein, wenn Dada Stievermann uns als Carmen Geiss darüber aufklärt, dass man keine Helden braucht, sondern nur Geld, keine Bildung, aber Titten. Glööckler ( Stephan Runge) zeigt eine schräge Verkaufsshow (ist die echte weniger schräg?) in viel Glitzer und Glimmer. In „Mieten, Kaufen, Wohnen“ vermittelt u. a. Heide Witzka Wohnungen an Batman, Catwoman und Superman.

Röschensitzung 2013 Bochumer Prumme

Die Tanztruppe „Bochumer Prumme“, verkleidet als Putzfrauen, bietet eine zunächst sehr gemächliche Aufführung mit Präsentieren des Schrubbers, um dann einen (fast-)Striptease zu „Big Spender“ hinzulegen und dann zu Tschaikowski??? (sorry, bin da nicht firm ) im roten Tütü die Beine  und den Bauch schwingend und Tücher schwenkend das Publikum mitzureißen. Auch beim Auftritt nach der Pause fangen sie ganz langsam an, aber dann……….

 

 

Röschensitzung 2013 Arminius

Arminius erklärt in einer Büttenrede die Varusschlacht mal andersrum: Haben die Römer bei der Schlacht im Teutoburger Wald wirklich eine so verheerende Niederlage einstecken müssen? Oder was haben die Römer und Germanen drei Tage lang da getrieben? Wurden die römischen Legionen wirklich vernichtet? Oder eher vernascht? Die Antwort von Arminius ist klar: „Die Römer waren richtig lecker!“. Was wird wohl Arminius Frau Thusnelda dazu gesagt haben? Oder was hat sie in der Zeit getrieben? Wir sehen die Geschichte nun aus einem anderen Blickwinkel.

Es wird auch mal politisch, wenn der Papst auf „Go west“ von den Village People beschimpft wird, nachdem er die Homo-Ehe als Gefahr für die Zukunft der Menschheit gegeißelt hat. So ist der Papst „uns scheißegal, eine Witzfigur und eine Gefahr für die christliche Kultur“. Claus Vincon von der „Lindenstraße“ fragt nach dem empörten Aufschrei, der erfolgt wäre, wenn eine andere Gruppe als die Homosexuellen von so einem Urteil getroffen worden wären. Weil es aber „nur“ die Homosexuellen trifft steht kein Politiker oder anderer Kritiker auf.

Ein Highlight ist der Auftritt der Pink Poms! Es ist immer wieder ein Genuss, einer Truppe von gestandenen Männern mit Bart und lichter werdendem Haar in kurzen, knappen Hosen beim  Puschel schwingen zuzusehen. Und die Jungs machen das richtig gut! Das Publikum konnte gar nicht genug davon kriegen.

Es war ein sehr lustiger, sehr schräger und sehr schwuler Abend, an dem sich aber auch Heteros gut amüsiert haben und bei der sich anschließenden Party konnte man schön weiter feiern.

 

Text/Fotos: ng - 20. Januar 2013